Nuclearban Radmarathon Berlin – Fahrraddemonstration
1. Juni 2024 – 280kmBerlin – Eberswalde – Strausberg – Königs Wusterhausen – Potsdam – Berlin
Hintergrund
Im Fokus des „Nuclearban Radmarathons“ stand kurz vor der Europawahl die Stärkung des Atomwaffenverbotsvertrages, den bisher 70 Staaten ratifiziert haben.
Die Pressehütte Mutlangen ist Ausrichter der Nuclearban Rennraddemos und damit eine von über 600 Partnerorganisationen von ICAN in über 100 Ländern.
Unser Verein hatte am Gedenkort auf dem Hiroshima-Nagasaki-Platz in Potsdam die kurze Verschnaufpause für die Teilnehmer „Nuclearban Radmarathons“ mit Kuchen und Wasser vorbereitet.
Bei der heutigen Film-Matinee hatten sich ca. 60 Gäste den Film „STONE and MAKOTO“ angeschaut. Der Kurzfilm erzählt eine Liebesgeschichte zwischen dem Stein und seinem Bildhauer ➡ Prof. Makoto Fujiwara. Wer kann dies besser einfangen als eine Bildhauerin, gerade noch rechtzeitig, bevor Makoto bei dem Bildhauer-Symposium 2019 in Larvik verstarb. Der Film zeichnet kurz Stationen seines Lebens nach. Im Mittelpunkt stehen aber Monologe zu seinen künstlerischen Auffassungen und wie er den Stein erzählen lässt, untermalt mit Sequenzen von seiner schweren körperlichen Arbeit, seinen aktuellen Projekten sowie von seiner japanischen asketischen Lebensweise im Steinbruch bei Wind und Wetter.
Die Einwohner Potsdams haben die Gelegenheit eines von Makotos Kunstwerken im Original auf dem Hiroshima-Nagasaki-Platz zu sehen. Übrigens wird der von Makoto entworfene Gedenkort demnächst noch einmal umgestaltet. Unser ➡„Großer Stein“ auf dem Hiroshima-Nagasaki-Platz war zum Zeitpunkt der Filmaufnahmen nicht mehr in Norwegen und konnte deshalb nicht Gegenstand des Filmes sein. In der Diskussion ergänzte deshalb Rita Ziegler folgende Aspekte zu unserem Gedenkort: Makoto hat den „Großen Stein“ von allen Seiten geschliffen, nur nicht von oben. Die geschliffenen Seiten sollten weich wie die menschliche Haut aber ebenso auch verletzlich sein. Und die schönste Seite des Steines, mit dem typischen Funkeln des Larvikits hatte Makoto für unten konzipiert. Dieses Funkeln widmete er den vielen Toten der beiden Bombenabwürfe und sollte damit den Besuchern des Gedenkortes verborgen bleiben.
In der Diskussion outete sich der Berliner Galerist Wolfgang Immenhausen, dass sich ein Stein von Makoto auf dem Gelände von „Mutter Fourage“ befindet, der während eines Bildhauer Symposiums in Wannsee entstanden ist. Vielleicht eine Keimzelle für eine Ausstellung?
Übrigens, den Film kann man bei ➢ Rita Ziegler in verschiedenen Versionen erwerben. Der Verein stellt weiterhin diesen Film Potsdamer BürgerInnen als DVD zur Ausleihe zur Verfügung. Interessenten melden sich bitte über kontakt(at)hiroshima-nagasaki-platz.de.
Der Oberbürgermeister bleibt die Antwort zunächst schuldig!
Bei der Überarbeitung des Inhaltes unserer Webseite wollte der Verein das Engagement Potsdams gegen Atomwaffen im Rahmen der Potsdamer Mitgliedschaft bei Mayors for Peace und dem ICAN-Städte-Appell stärker darstellen. Dabei sind Unklarheiten in der Zeitabfolge bezüglich der Aufnahme von Potsdam bei „Mayors for Peace“ aufgefallen.
Deshalb hat unserer Mitglied Horst Furtner die Frage: „Warum wird Potsdam in der Mitgliederliste der MfP mit dem Vermerk ‚Mitglied seit 1/2013′ geführt, obwohl der entsprechende initiale Beschluss der Stadtverordnetenversammlung schon 2005 gefasst worden war (05/SVV/0672)?“ für die Einwohnerfragestunde in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 06.09.2023 eingebracht.
Ausschnitt des Lifestreams der SVV-Sitzung vom 06.09.2023 zu Top 8 zu obiger Frage.
Dass der Potsdamer Oberbürgermeister (OB) eine entsprechende Antwort für den Zeitraum von 2005 bis 2013 schuldig blieb, ist unbefriedigend.
Horst Furtner übergab dem OB als Erinnerung an die offene Antwort ein Origami-Kunstwerk „Wir sitzen alle im gleichen Boot“ das ihm von einem Überlebenden des Atombombenangriffs auf Nagasaki auf dem ersten Treffen der Vertragsstaaten des UN-Vertrags über das Atomwaffenverbot in Wien als Gruß an den Potsdamer OB übergeben worden ist.
Origami Kunstwerk „Wir sitzen alle im gleichen Boot“
Forderung an G7 zu atomarer Abrüstungspflicht
Vom 19. bis 21. Mai 2023 findet in Hiroshima das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Sieben (G7) statt. Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) fordert vom G7-Gipfeltreffen in Hiroshima konkrete Schritte zur nuklearen Abrüstung.
Unser Verein unterstützt diese Forderung mit einem Info-Stand an der ➢ Bittschriftenlinde vor dem Brandenburger Landtag in Potsdam.
Für eine Welt ohne Atomwaffen wirbt die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) am Freitag, den 08.07.2022, dem sogenannten Flaggentag, vor dem Potsdamer Rathaus. Dort flattert bereits seit dem 24. Februar die Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace.
Zum Flaggentag wird der Film „The Bomb“ im Thalia Potsdam gezeigt. Anschließend diskutieren wir: „Welchen Plan haben die Kanzlerkandidatin und der Kanzlerkandidat aus Potsdan, um Deutschland auf den Weg zur Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrages zu führen?“
Konkurrierende Erinnerungen
Interview mit Masao Fukumoto (Mitglied des Vereins) im Blog des Strahlentelex für FUKUSHIMA vom 30.05.2021 über die Geschichte des Gedenkortes und über Erinnerungskultur.
Unser Verein, die Landeshauptstadt Potsdam und weitere Kooperationspartner gedachten am 25. Juli 2020, auf dem Hiroshima-Nagasaki-Platz den Opfern der Abwürfe der Atombomben auf Hiroshima (6. August 1945) und Nagasaki (9. August 1945).
„Lassen Sie uns alle die Lehren aus Hiroshima und Nagasaki ziehen und uns aktiv für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen.“, sagte die Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit der Landeshauptstadt Potsdam, Brigitte Meier, auf der Veranstaltung.